Fabipolar

Eine verrückte Welt

Rückblick

Ein erschreckend einfaches Ende – dritter Akt

Liebe kann ein grausames Spiel sein. Wenn du dich erstmal verrennst, findest du dich in einem Labyrinth aus Spiegeln wieder. Immer die eigenen Unvollkommenheiten vor Augen. Aber auch die Schwächen deines Gegenübers bezahlst du mit. Ich hatte gedacht, es wäre perfekt. Doch so langsam schlichen sich wieder Unebenheiten ein. Und ausgerechnet etwas, das als Bekundung absoluter Liebe gedacht war, riss mich wieder in das Loch. Wie sollte ich auch dieser Art von Druck standhalten?

Ein erschreckend einfaches Ende – zweiter Akt

Das eigene Glück von jemand anderem abhängig machen? Das sollte man niemals tun. Erst recht nicht, wenn endlos scheinende Tiefs ständige Begleiter in deinem Leben sind. Mit einem Moment bricht alles zusammen, sobald dieser jemand wegbricht. Statt rationaler Gedanken voreilige Entschlüsse. Entscheidungen, die nicht nur einen selbst des Lebens berauben, sondern auch vielen anderen für längere Zeit die Freude daran nimmt. Absurd. Freude am Leben – etwas, das mir in solchen Phasen so fern erscheint. Dennoch sind sie es, die mich aus zweiter Reihe zurückholen.

Ein erschreckend einfaches Ende – erster Akt

Es gibt eine Angst, die mich stets begleitet. Besiegen kann ich die Angst nicht. Doch mit dem, was mir so Angst bereitet, habe ich gelernt umzugehen. Viele Menschen machen diese Erfahrung, doch nicht alle wissen, wie sie damit umgehen sollen. Nicht jeder ist in Therapie. Nicht jeder hat die Chance zu lernen, weil es womöglich nach der ersten Erfahrung schon zu spät sein könnte. Deshalb teile ich sie. Obwohl ich darüber nicht gerne spreche. Obwohl ich mich wahnsinnig lange dafür geschämt habe. Verdrängung war mein Mittel, doch letztlich sind es die Erinnerungen an diese Situationen, die mich immer wieder retten.

Ich hoffe, mit meinen Erinnerungen anderen Menschen, die diese Erfahrungen machen müssen, helfen zu können und jenen, die es nicht kennen, hoffe ich vermitteln zu können, warum sowas nicht stigmatisiert werden darf.

Ein Tag, der mein Leben veränderte

Eine Geschichte, die verständlich macht, warum ich zum Teil auf eine schiefe Bahn geraten bin. Mittlerweile kann ich darüber schreiben. Vor ein paar Jahren wäre das noch nicht gegangen – zu groß die Scham, zu stark die Angst vor Stigmatisierung. Vor kurzem bin ich 17 geworden. Ich fühle mich erwachsen. Zum einen, weil ich denke, dass man mit 17 schon erwachsen ist. Zum anderen bin ich es teilweise wirklich schon, weil ich durch die Umstände in meinem Leben dazu gezwungen wurde. Die Familiensituation und das Finanzielle passen gerade gar nicht. Zudem macht mir ein Mensch, den ich mir nicht ausgesucht habe, das Leben zur Hölle.